Hausaufgaben

Auf der Grundlage des Erlasses „ Hausaufgaben an allgemein bildenden Schulen“ fasst die GK der GS Fallersleben folgende Grundsätze zum Umgang mit Hausaufgaben:

1. Die Bedeutung von Hausaufgaben:

  • Hausaufgaben unterstützen das schulische Lernen. Sie sollen den Unterricht sinnvoll ergänzen, vertiefen, weiterführen und vorbereiten.
  • Hausaufgaben werden angefertigt, um den Unterrichtsstoff  zu üben, sich etwas einzuprägen, zu wiederholen oder etwas auszuprobieren.
  • Durch Hausaufgaben kann man Sicherheit gewinnen, sich auf etwas vorbereiten, etwas selbst herausfinden und verstehen.

2. Kriterien für gute Hausaufgaben:

  • Hausaufgaben stehen in einem engen Zusammenhang zum Unterricht.
  • Die Aufgabenstellung ist klar und verständlich.
  • Hausaufgaben können in der Regel von den Kindern selbständig in der vorgesehenen Zeit bewältigt werden.
  • Sie ermöglichen individuelle Lernfortschritte und Erfolgserlebnisse.
  • Hausaufgaben sollen produktiv, abwechslungsreich und motivierend sein und so Anregungen zum eigenständigen Lernen und Arbeiten geben.

3. Vereinbarungen

  • Hausaufgaben erwachsen aus dem Unterricht. Für die Vorbereitung und Besprechung wird eine angemessene Zeit eingeplant.
  • Hausaufgaben werden an der Tafel notiert und von den Schülerinnen und Schülern im Unterricht abgeschrieben. Jedes Kind führt ein Aufgabenheft und ist selbst dafür verantwortlich, die Hausaufgaben zu notieren und das dafür benötigte Material einzupacken.
  • Die Hausaufgaben werden von den Schülerinnen und Schülern selbständig, sorgfältig und vollständig angefertigt.
  • Hausaufgaben werden von der Lehrkraft kontrolliert, gewürdigt und so für die Weiterarbeit genutzt.
  • Hausaufgaben werden nicht benotet, gehen aber in das Arbeitsverhalten ein.
  • Nichtangefertigte Hausaufgaben werden nachgeholt, bei wiederholt fehlenden Aufgaben werden die Erziehungsberechtigten informiert.
  • Die Fachlehrer einer Klasse treffen Absprachen über den Umfang der Aufgaben in den einzelnen Fächern, um den vorgegebenen Zeitrahmen von 45 Minuten in der Regel nicht zu überschreiten.
  • Differenzierte Hausaufgaben bieten eine gute Möglichkeit, das individuelle Leistungsvermögen, Lern- und Arbeitstempo sowie die individuellen Belastbarkeit der Schülerinnen und  Schüler zu berücksichtigen.
  • Auch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bekommen Aufgaben gestellt, die sie fordern.

4.  Eltern

  • Eltern schauen regelmäßig ins Hausaufgabenheft, auch wenn die Aufgaben in der Hausaufgabenbetreuung angefertigt werden. So gewinnen sie Einblick in die Inhalte des Unterrichts und behalten Überblick über das Arbeitsverhalten ihres Kindes.
  • Eltern sorgen zu Hause für einen angemessenen Arbeitsplatz, an dem ihr Kind die Aufgaben ruhiger entspannter Atmosphäre anfertigen kann. Musik und Fernsehen  stören die Konzentration.
  • Eltern zeigen Interesse an den Hausaufgaben, beobachten, ermutigen und bestätigen ihr Kind. Bei Schwierigkeiten überlegen sie gemeinsam mit dem Kind, wie die Aufgabe zu lösen ist, geben Tipps, erledigen die Arbeit aber keinesfalls für ihr Kind.
  • Eltern beobachten den Zeitaufwand ihres Kindes und spiegeln diesen bei Bedarf der Lehrkraft.

5.  Zusammenarbeit Eltern, Lehrer und  Hausaufgabenbetreuung

  • Bei wiederholt auftretenden Schwierigkeiten, sollte frühzeitig ein Gespräch mit der Lehrkraft und ggf. der zuständigen Leitung der  Hausaufgabengruppe geführt werden, um gemeinsam nach möglichen Ursachen und Lösungen zu suchen.
  • In jedem Schuljahr wird die Hausaufgabenpraxis  jeder Klasse im Rahmen eines Elternabends thematisiert und reflektiert. 

 6.  Hausaufgabenbetreuung/ -hilfe in der Schule

Im Rahmen der Ganztagsschule besteht Montag bis Donnerstag für alle Kinder die Möglichkeit, in der Üben- und Lernzeit von 14.00 bis 15.00 Uhr die Hausaufgaben in der Schule anzufertigen.

Für jede Klasse gibt es eine eigene Hausaufgabengruppe, die von einer qualifizierten pädagogischen Kraft geleitet  wird. Sie sorgt für eine angemessene Arbeitsatmosphäre und unterstützt die Kinder bei der Anfertigung ihrer Aufgaben.

Einmal wöchentlich fördert zudem eine Lehrkraft Kinder mit individuellem Bedarf. Zusätzlich bietet das Ausländerreferat Hausaufgabenhilfe und  Förderung für Kinder mit Migrationhintergrund in zwei Kleingruppen an.

Angemeldete Kinder nehmen regelmäßig an der Hausaufgabenbetreuung teil, auch wenn einmal nur wenige oder gar keine Aufgaben zu erledigen sind. Die Lernzeit wird dann für vertiefendes Üben und selbständiges Arbeiten genutzt.

Sollte die Teilnahme aus einem wichtigen Grund einmal nicht möglich sein, so ist das Fehlen  vorher durch die Erziehungsberechtigten zu entschuldigen. Fehlt ein Kind  bereits am Vormittag, so muss es nicht extra entschuldigt werden.

Beschluss GK März 2007                                                   aktualisiert : 01.10.2009